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Entomologische Entdeckungsreise in Baden-Württemberg

KennArt-Grundkurs „Käfer bestimmen“ ging in die zweite Runde

02. Juli 2024

Michael Meyer stellt die gefundenen Arten und deren ökologische Bedeutung der Gruppe vor.

Michael Meyer (kariertes Hemd, rechts) stellt die gefundenen Arten und deren ökologische Bedeutung der Gruppe vor (Foto: A. Consul)

In Kooperation mit der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg haben wir den zweiten Durchgang des Grundkurses „Käfer bestimmen“ in zwei intensiven Blöcken durchgeführt. Vom 9. bis 11. Mai und vom 19. bis 21. Juni 2024 trafen sich 15 wissbegierige TeilnehmerInnen, um in die faszinierende Welt der Käfer einzutauchen.

Der erste Kursteil fand im Naturparkzentrum Stromberg-Heuchelberg bei Zaberfeld westlich von Heilbronn statt. Der zweite Kursteil wurde am Altrheinarm auf der Halbinsel Rappenwört im Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört abgehalten. Bei wechselhaftem Wetter, das von strahlendem Sonnenschein bis hin zu Platzregen reichte, erhielten die TeilnehmerInnen eine fundierte Einführung in die Bestimmung der wichtigsten und auffälligsten Käferfamilien. Hier boten die Vorlesungen neben der Morphologie und ökologischen Bedeutung der Käfer, auch faszinierende Einblicke in ihre ungewöhnlichen Verhaltensweisen.

Am letzten Kurstag führte uns Alexander Riedel durch die beeindruckende entomologische Sammlung des Naturkundemuseums in Karlsruhe. Besonders spannend waren seine Ausführungen über die Entstehung wissenschaftlicher Sammlungen und die neuesten genetischen Methoden zur Käferbestimmung.

Die Blockkurse wurden durch spannende Exkursionen ergänzt. Während der erste Block den Schwerpunkt auf Offenlandlebensräume legte, fokussierte der zweite Block auf die Käferfauna des Waldes. So konnten die TeilnehmerInnen die unter dem Binokular betrachteten Käfer auch in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Bei diesen Exkursionen begegneten wir sowohl großen und auffälligen Käfern wie Hirschkäfern und Balkenschröter, als auch eher unscheinbaren Arten, die miteinander ausführlich besprochen wurden. Eine unerwartete Begegnung machten wir mit den zahlreichen Stechmücken bei Karlsruhe, die so manchem Teilnehmenden noch länger in Erinnerung bleiben dürften.

Die Begeisterung der TeilnehmerInnen für die Vielfalt der Käfer wuchs im Laufe des Kurses stetig. Sogar während der Kaffeepausen wurde eifrig weiter bestimmt und diskutiert. Es entstand eine schöne Gruppendynamik, die sicherlich auch über den Kurs hinaus bestehen bleibt. Vielleicht sehen wir einige der TeilnehmerInnen bei den noch kommenden Aufbau- und Vertiefungskursen „Totholzkäfer bestimmen“ wieder. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und weitere spannende Entdeckungen!

Mehrere Kursteilnehmende knien auf einer weißen Decke und sind mit dem Bodensieb und dem Exhauster auf Käfersuche.

Mit dem Bodensieb und dem Exhauster auf Käfersuche (Foto: A. Consul)

Im Huckepack durch die überschwemmten Gebiete der Altrheininsel Rappenwört.

Mit jeder Menge Engagement und Spaß auf Käferexkursion durch die überschwemmten Gebiete der Altrheininsel Rappenwört (Foto: A. Consul)

Vollmontur mit dem richtigen Stechmückenschutz.

Auf Käfersuche auf der Brenne in Karlsruhe-Rappenwört war nur in Vollmontur mit dem richtigen Stechmückenschutz möglich (Foto: A. Consul)

Nahaufnahme des Balkenschröter Käfers.

Balkenschröter (Dorcus parallelipipedus) (Foto: A. Consul)

Gruppenfoto der Teilnehmenden des Käferkurses.

Der Abschluss des zweiten Grundkurses „Käfer bestimmen“ war erfolgreich! (Foto: A. Consul)

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