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10 Tage mit den Wildbienen

11. November 2025

Gruppenfoto vor einem Gewächshaus: etwa 18 Personen halten Insektenkescher.

Mit großer Vorfreude auf die Exkursionen im zweiten Durchgang des Aufbaukurses „Wildbienen bestimmen“ (Foto: Albia Consul)

Zehn Tage lang standen die faszinierenden Wildbienen im Mittelpunkt: Der KennArt-Aufbaukurs „Wildbienen bestimmen“ führte vom 19.–21. März, 25.–27. Juni und 3.–6. November 2025 insgesamt 16 Teilnehmende in die Welt dieser artenreichen Insektengruppe ein. In Kooperation mit der Akademie für Umwelt- und Naturschutz Baden-Württemberg fanden zwei Kursteile in Stuttgart und ein weiterer im Botanischen Garten der Universität Ulm statt.

Unter der fachkundigen Leitung von Dr. Sebastian Hopfenmüller erlebten die Teilnehmenden, wie vielfältig und spannend die Bestimmung von Wildbienen ist. Für den Kursblock zur Gattung Andrena (Sandbienen) konnte der renommierte Experte Erwin Scheuchl gewonnen werden, dessen Standardwerke zur Wildbienenbestimmung in keiner Fachbibliothek fehlen dürfen. Mit Dr. Mare Haider, Vorsitzende des Arbeitskreises Wildbienenkataster, bereicherte zudem eine weitere ausgewiesene Spezialistin das Kursprogramm.

Neben intensiven Bestimmungseinheiten mit Vorträgen und vielen Stunden am Binokular stand auch die Praxis im Gelände im Mittelpunkt: An drei Exkursionstagen ging es unter anderem in den Botanischen Garten der Universität Ulm, auf Magerrasenflächen und in den Donau-Auwald bei Neu-Ulm. Dort konnten die Teilnehmenden unterschiedliche Lebensräume erkunden und zahlreiche Arten in ihrem natürlichen Umfeld beobachten. Die Bestimmung im Feld erwies sich dabei als anspruchsvoll, da sie viel Erfahrung und detaillierte Kenntnisse über die Lebensweise der mehr als 600 in Deutschland vorkommenden Arten erfordert.

Die über das Jahr verteilten Kursblöcke sorgten dafür, dass das Thema Wildbienen dauerhaft präsent blieb. Die Teilnehmenden zeigten sich durchweg begeistert von der Intensität und Vielfalt des Kurses und fühlten sich am Ende bestärkt, künftig selbstständiger an Bestimmungsaufgaben arbeiten zu können. Die gelungene Kombination aus fachlicher Tiefe, praxisnahen Exkursionen und dem inspirierenden Austausch mit erfahrenen Expertinnen und Experten machte den Kurs zu einem besonderen Lernerlebnis, das bei allen nachhaltig nachwirkte.

Gruppe auf einer Wiese mit Blick über Felder; eine Person erklärt, Teilnehmende machen Notizen.
Unter einem Sonnendach zeigt ein Kursleiter einen Wildbienenfund; sitzende Gruppe hört zu, Notizblöcke und Kescher daneben.

Von der „Gelbbindigen Furchenbiene“ bis zur „Bunten Hummel“ wurden alle Wildbienenfunde auf den Exkursionen am Botanischen Garten in Ulm und am Donau-Auwald in Neu-Ulm gemeinsam besprochen (Fotos: Albia Consul)

Seminarraum mit Stereomikroskopen; Kursleiter erklärt an projizierter Bestimmungsfolie, Teilnehmende mikroskopieren.

Kursleiter Sebastian Hopfenmüller erklärt wie die Bestimmung für die Gattung Halictus gelingt (Foto: Berit Philipp)

Nahaufnahme vieler aufgesteckter Insekten mit kleinen nummerierten Etiketten.

Die KursleiterInnen brachten viele Wildbienen als Bestimmungsmaterial für die Kursteilnehmenden mit (Foto: Albia Consul)

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